Vulkan Ätna
3.403 m hoch und fast ständig aktiv; von Süden fahren Seilbahn und Geländebusse bis auf rund 2.900 m.
Die wichtigsten Fakten: Sizilien ist die größte Insel im Mittelmeer und eine autonome Region Italiens. Größe 25.426 km², rund 4,8 Millionen Einwohner, Hauptstadt Palermo, vom Festland nur durch die Straße von Messina getrennt.
Ja. Sizilien ist mit 25.426 km² die größte Insel im Mittelmeer. Zur Region gehören außerdem kleinere Inseln und Archipele: die Äolischen und die Ägadischen Inseln, Ustica, Pantelleria und die Pelagischen Inseln mit Lampedusa.
Im Süden Italiens, vor der Spitze des italienischen Stiefels. Die Straße von Messina trennt die Insel vom Festland, an der engsten Stelle rund 3 km breit. Nach Tunesien sind es über die Straße von Sizilien etwa 145 km. Im Norden liegt das Tyrrhenische, im Osten das Ionische Meer.
„Auf Sizilien“. Bei Inseln steht im Deutschen „auf“ – wie auf Sardinien oder auf Mallorca. „In“ gilt für Städte und für Regionen auf dem Festland: in Palermo, in Kalabrien.
Sizilien ist ein Dreieck – die Griechen nannten die Insel Trinakria. Hinter der Nordküste ziehen sich die Gebirge Peloritani, Nebrodi und Madonie entlang. Im Osten steht der Ätna, im Südosten das Kalkplateau der Monti Iblei. Das Innere um Enna und Caltanissetta ist Hügelland mit Weizenfeldern. Die Küste misst 1.152 km, felsig im Norden, mit langen Sandstränden im Süden.
Die Regionen im ÜberblickDie häufigsten Fragen zur Insel, mit Zahlen beantwortet. Wo eine Zahl nur für die Hauptinsel gilt und wo für die ganze Region, steht jeweils dabei.
Die Hauptinsel misst 25.426 Quadratkilometer; mit den vorgelagerten Inseln kommt die Region auf rund 25.800. Damit ist Sizilien die flächengrößte Region Italiens und etwas größer als Mecklenburg-Vorpommern. Von Trapani bis Messina sind es gut 250 Kilometer Luftlinie, und mit dem Auto braucht man von Palermo nach Syrakus rund drei Stunden.
Anfang 2025 lebten rund 4,78 Millionen Menschen in der Region, etwa 185 je Quadratkilometer. Die größte Stadt ist Palermo mit rund 630.000 Einwohnern, gefolgt von Catania mit rund 300.000 und Messina mit rund 215.000. Die Einwohnerzahl sinkt seit Jahren leicht.
Nein. Sizilien gehört zu Italien, bezahlt wird in Euro. Seit 1946 ist es eine autonome Region mit Sonderstatut: mit eigenem Regionalparlament in Palermo, einem Regionalpräsidenten, neun ehemaligen Provinzen und 391 Gemeinden. Die Frage, zu welchem Land Sizilien gehört, hat also eine kurze Antwort: zu Italien.
Palermo, Catania und Messina sind die drei großen Städte, alle am Meer und alle mit Hafen. Von Palermo fahren Fähren zum Festland, von Messina setzt die Fähre nach Villa San Giovanni über, und Catania hat den meistgenutzten Flughafen der Insel. Kleinere Häfen sind die Tore zu den Nebeninseln: Trapani für die Ägadischen Inseln und Pantelleria, Milazzo für die Äolischen Inseln, Porto Empedocle für Lampedusa und Pozzallo für Malta.
Im Norden liegt das Tyrrhenische Meer, im Osten das Ionische Meer, im Süden und Westen das offene Mittelmeer mit der Straße von Sizilien. Die Straße von Messina im Nordosten verbindet das Tyrrhenische mit dem Ionischen Meer. Nach Malta sind es von der Südküste rund 90 Kilometer, nach Tunesien etwa 145.
Ja, und zugleich die größte Insel Italiens. Auf Platz zwei folgt Sardinien mit rund 24.000 Quadratkilometern, danach Zypern (rund 9.250), Korsika (rund 8.700) und Kreta (rund 8.300). Sizilien ist mehr als zweieinhalbmal so groß wie Zypern.
Auf der Karte ist Sizilien ein Dreieck vor der Stiefelspitze Italiens. Palermo liegt an der Nordwestküste, Catania und der Ätna im Osten, Syrakus im Südosten, Trapani und Marsala im Westen, Agrigent an der Südküste. Die Autobahnen A18, A19, A20 und A29 verbinden Palermo, Catania, Messina und Trapani.
Fünfzehn Orte, ausgewählt von Terra Mia Immobiliare: vom Ätna im Osten bis zum Naturreservat Zingaro im Westen. Jeder Ort hat eine eigene Seite.
3.403 m hoch und fast ständig aktiv; von Süden fahren Seilbahn und Geländebusse bis auf rund 2.900 m.
Das griechisch-römische Theater über der Bucht von Naxos, mit dem Ätna im Hintergrund.
Normannischer Dom von 1131 unter dem Felsen La Rocca, Teil eines UNESCO-Welterbes.
Heller Sandstrand im Nordwesten, jeden September Schauplatz des Cous Cous Fest.
Siziliens erstes Naturreservat (1981): rund 7 km Küste, an der keine Straße entlangführt.
Weiße Mergelklippe bei Realmonte, die in Stufen zum Meer abfällt.
Die Inselhauptstadt: arabisch-normannisches Welterbe und die Märkte Ballarò und Vucciria.
Palermos Hausstrand: eine Sandbucht zwischen Monte Pellegrino und Monte Gallo.
Spätbarocke Kleinstadt im Val di Noto, seit 2002 UNESCO-Welterbe.
Eine Basaltschlucht, die der Fluss Alcantara in einen Lavastrom des Ätna gegraben hat.
Bergdorf über der ionischen Küste und Drehort von Coppolas „Der Pate“.
Wallfahrtskirche der Schwarzen Madonna über den Lagunen von Marinello, neben dem antiken Tyndaris.
Barockstadt in zwei Teilen: Ragusa Superiore und Ragusa Ibla auf seinem Felssporn.
Keramikstadt an der Nordküste zwischen Cefalù und Capo d’Orlando.
Hafenstadt im Westen, Ausgangspunkt für die Ägadischen Inseln und die Salinen.
Sizilien ist in neun Provinzen gegliedert: Agrigent, Caltanissetta, Catania, Enna, Messina, Palermo, Ragusa, Syrakus und Trapani. Hier die Provinzen und Inselgruppen mit einer eigenen Seite.
Sieben bewohnte Vulkaninseln nördlich von Sizilien, darunter Lipari, Vulcano und Stromboli; UNESCO-Welterbe seit 2000.
Favignana, Levanzo und Marettimo vor Trapani, erreichbar mit Fähre und Tragflügelboot.
Die zweitgrößte Stadt der Insel am Fuß des Ätna; die Provinz reicht bis zur Barockstadt Caltagirone.
Die Hauptstadt, dazu Monreale, Cefalù und die Berge der Madonie.
Der Südosten: die Barockstädte Ragusa, Modica und Scicli und lange Sandstrände.
Die antike Stadt mit der Insel Ortygia; in der Provinz liegen Noto und das Naturreservat Vendicari.
Der Westen: Erice, Segesta, die Salinen von Marsala und der Strand von San Vito lo Capo.
Das Tor zum Festland an der Meerenge, dazu Taormina, die Nordküste und die Äolischen Inseln.
Das Tal der Tempel und die Scala dei Turchi an der Südküste.
Strände, Naturreservate, Museen, UNESCO-Stätten: Jedes Thema führt zu allen Orten seiner Art, von der Strandbar bis zum Aussichtspunkt.
Die Küche der Insel trägt die Spuren ihrer Herrscher. Die Araber brachten Zitrusfrüchte, Mandeln, Zuckerrohr und Reis – die Grundlage der Arancini; im Westen um Trapani ist Couscous bis heute Alltagsessen. Dazu kommen Fisch aus drei Meeren, Pistazien aus Bronte am Ätna und Ricotta aus Schafsmilch.
Sizilianische KücheFrühling und Frühherbst: April bis Juni und September bis Oktober, mit Tageswerten meist zwischen 20 und 27 Grad. Baden lässt sich von Juni bis Oktober. Die Reiseplanung zeigt das Wetter Monat für Monat.
Sizilien Monat für MonatDie meisten Reisenden fliegen nach Catania oder Palermo; kleinere Flughäfen gibt es in Trapani und Comiso. Mit dem Auto geht es von Villa San Giovanni mit der Fähre nach Messina, rund 20 Minuten Überfahrt. Fähren aus Genua, Livorno, Civitavecchia, Salerno und Neapel legen in Palermo an.
Alles zur AnreiseWie sich Sizilien anfühlt, bestimmen Sonne, Vulkane und Gebirge. Vier Eckdaten.
Mediterran, mit trockenen, heißen Sommern und milden, regnerischen Wintern. In Palermo liegen die Tageshöchstwerte im Juli und August bei rund 31 Grad, im Januar bei etwa 15. Der meiste Regen fällt zwischen Oktober und März. Der Scirocco kann den Sommer über 40 Grad treiben; am 11. August 2021 wurden bei Syrakus 48,8 Grad gemessen, ein europäischer Rekord.
Der höchste aktive Vulkan Europas erhebt sich über Catania, misst mehr als 3.300 Meter und ist seit 2013 UNESCO-Welterbe. Seine Höhe ändert sich mit den Ausbrüchen. Im Winter liegt auf dem Gipfelbereich Schnee, im Sommer sind die Hänge ein Wandergebiet.
Stromboli ist fast ununterbrochen aktiv, Vulcano dampft aus seinem Krater. Die sieben bewohnten Äolischen Inseln gehören seit 2000 zum UNESCO-Welterbe.
Drei Regionalparks umfassen die Gebirge: Madonie, Nebrodi und Ätna. An der Küste liegen Reservate wie Zingaro, Siziliens erstes Naturreservat von 1981, und Vendicari bei Noto, dazu die Salinen zwischen Trapani und Marsala.
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Wer die Reise um ein Fest legt, erlebt die Insel von ihrer lebhaftesten Seite. Fünf wiederkehrende Feste.
Der Karneval von Acireale am Fuß des Ätna zählt mit seinen Festwagen aus Papiermaché und Blumen zu den bekanntesten Italiens.
Prozessionen ziehen durch fast jede Stadt. Am bekanntesten sind die Misteri in Trapani, die am Karfreitag beginnen und etwa 24 Stunden dauern.
In Noto bedeckt die Infiorata die Straßen mit Teppichen aus Blumen.
Der Festino di Santa Rosalia in Palermo ehrt die Stadtpatronin mit einer Prozession und einem Feuerwerk.
Beim Cous Cous Fest in San Vito lo Capo dreht sich mehrere Tage lang alles um Couscous, mit Köchen aus vielen Ländern.
Warum Tempel, Kuppeln der Araber und normannische Dome auf einer Insel stehen, erklären fünf Etappen.
Phönizier und Griechen gründen Städte. Syrakus, Naxos und Agrigent werden griechisch; die Tempel von Agrigent, Selinunt und Segesta stehen bis heute.
Nach dem Ersten Punischen Krieg wird Sizilien die erste Provinz Roms außerhalb des italienischen Festlands.
Araber erobern die Insel und machen Palermo zur Hauptstadt. Sie bringen Zitrusfrüchte, Zuckerrohr und Bewässerung mit. 1091 fällt Noto, die letzte arabische Bastion, an die Normannen.
Roger II. wird in Palermo zum König von Sizilien gekrönt. Aus der normannischen Zeit stammen die Dome von Cefalù und Monreale, die zum UNESCO-Welterbe „Arabisch-normannisches Palermo“ gehören.
Garibaldi landet 1860 bei Marsala, 1861 wird Sizilien Teil des Königreichs Italien. 1946 erhält die Insel ihr Autonomiestatut.
Das hängt davon ab, wonach Sie suchen. Für Barock und Altstädte: Noto, Ragusa und Syrakus mit der Insel Ortygia. Für Strände: San Vito lo Capo im Westen, Mondello bei Palermo, die Isola Bella unterhalb von Taormina. Für Landschaft: der Ätna und die Äolischen Inseln. Wer zum ersten Mal kommt, bereist meist den Osten – dort liegen Vulkan, Barock und Meer auf kurzer Strecke beieinander.
April bis Juni und September bis Oktober. In diesen Monaten liegen die Temperaturen meist zwischen 20 und 27 Grad, das Meer ist im Frühherbst noch vom Sommer erwärmt, und an den Sehenswürdigkeiten ist Platz. Juli und August sind die heißesten und vollsten Monate – gut für reinen Badeurlaub, schlecht für eine Rundreise. Im Winter bleibt es an der Küste mild, viele Strandorte schließen jedoch.
Sizilien ist günstiger als Norditalien. Ein einfaches Gericht in einer Trattoria kostet meist 10 bis 15 Euro, ein Espresso an der Bar etwa 1,50 Euro, Streetfood wie Arancini 1,50 bis 2 Euro. Teuer wird es punktuell: Taormina und Cefalù in der Hochsaison, und der Mietwagen, ohne den die Insel kaum zu bereisen ist. Das Landesinnere und die weniger bekannten Küstenabschnitte sind deutlich preiswerter.
Für eine Rundreise über die ganze Insel mindestens zehn bis vierzehn Tage. Eine Woche reicht für eine Hälfte – entweder den Osten mit Ätna, Taormina, Syrakus und Noto oder den Westen mit Palermo, Segesta, Trapani und Agrigent. Die Insel misst 25.426 Quadratkilometer; für die Fahrt von Palermo nach Syrakus sind rund drei Stunden zu rechnen.
Arancini, Pasta alla Norma mit Auberginen und Ricotta salata, Caponata, Schwertfisch und Sarde a beccafico. Bei den Süßspeisen: Cannoli, Cassata und Granita mit Brioche – auf Sizilien ein Frühstück, kein Nachtisch. In Palermo kommt das Streetfood dazu: Panelle, Sfincione und, für Mutige, Pane con la milza.
In der Regel nicht. Gesprochen wird Italienisch, daneben Sizilianisch als eigenständige Sprache. In Hotels, Restaurants und an den Sehenswürdigkeiten der Touristenorte kommt man mit Englisch weiter; Deutsch trifft man selten. Terra Mia Immobiliare ist auf Deutsch, Englisch und Italienisch erreichbar.
Auf Sizilien gilt der Euro, die Uhr geht wie in Deutschland (MEZ, im Sommer MESZ), und die Steckdosen führen 230 Volt. Italien gehört zur EU und zum Schengen-Raum. Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz brauchen Personalausweis oder Reisepass; für Reisende aus anderen Staaten gelten die jeweils aktuellen Einreiseregeln.